Ein- und Ausschleusen

In der Intralogistik werden häufig Förder- und Sortiersysteme eingesetzt, um Nachschub zuzuführen, Güter nach Aufträgen zu trennen, zusammenzuführen und an Zielstationen zu transportieren. Um Einheiten zuzuführen und abzutransportieren, können unterschiedliche Arten von Sortern genutzt werden, wie z.B. Kreissorter, Quergurtsorter und Linearsorter. Sorter werden in der Logistik allgemein als Sortier- und Verteilsysteme eingesetzt. Je nachdem welches Sortiersystem eingesetzt wird, sind unterschiedliche Techniken zur Ein- und Ausschleusung von Einheiten sinnvoll.

Diese Techniken lassen sich, je nach Anordnung, in drei Gruppen unterteilen:

  • Lineareinschleusung bzw. -ausschleusung, wie z.B. beim Schiebeschuhsorter
  • Vertikaleinschleusung bzw. -ausschleusung, wie z.B. beim Kammsorter
  • Horizontaleinschleusung bzw. -ausschleusung, wie z.B. beim Quergurtsorter

Zudem werden drei Automatisierungsstufen beim Einschleusverfahren unterschieden:

  • Manuell
  • Teilautomatisiert
  • Automatisiert

Bei der manuellen Einschleusung werden die Artikel durch den Mitarbeiter auf den Sorter gelegt. Bei der teilautomatisierten Einschleusung legt erst ein Mitarbeiter die Artikel auf das Einschleusband. Im Anschluss daran wird die Ware identifiziert und auf den Sorter geschleust. Bei der automatisierten Einschleusung werden Waren ohne manuelle Unterstützung des Mitarbeiters transportiert.

Einheiten werden auf sogenannte Streckenelemente eingeschleust und im Anschluss daran wieder von den Streckenelementen ausgeschleust. Zu diesen Elementen in der Fördertechnik zählen beispielsweise:

  • Rollenbahnen
  • Rutschen
  • Gurtbänder
  • Kreisförderer

Die Einheiten können von diesen Streckenelementen auf verschiedene Weise im Ausschleusverfahren abtransportiert werden. Sie können z.B. durch einen Pusher abgeschoben oder auch durch kippen, fallen oder schwenken mittels eines Schwenkrollensorters ausgeschleust werden.
Für einen reibungslosen Ablauf des Ein- und Ausschleusvorgangs spielt das Zusammenspiel der Ware mit der verwendeten Technik eine Rolle. Je nachdem wie leicht oder schwer, bzw. wie klein oder groß, Sortiereinheiten sind, eignen sich unterschiedliche Sorter. Die Nutzung eines Schwenkrollensorters ist z.B. für Waren mit 1 bis 50 kg geeignet. Beim Ausschleusen von Ware mittels eines Rollenhubtisches muss z.B. darauf geachtet werden, dass die Ware im Winkel von 90° ausgeschleust werden kann und sich zwischen den Rollen und Gurten des Rollenhubtisches eventuell kleine Lücken befinden. In diesem Fall wäre der Einsatz eines Rollenhubtisches, bei der Ausschleusung, für kleine Waren ungeeignet.

Mehr Informationen zu Fördersystemen erhalten Sie unter Rollenförderer.

 

Bildquelle: © Monkey Business – Fotolia.com

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG aus Karlsruhe hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Das Familienunternehmen DR. THOMAS + PARTNER realisiert seit über 30 Jahren modulare Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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