25. August 2014

Erfolg durch Flexibilität – Zukunftsmodell ‚Flex AG‘

Unstete Nachfrage, hohe Varianz, wechselhafte Anforderungen – Unternehmen müssen sich heute einer Zukunft ohne Planbarkeiten stellen. Die Unstetigkeit der Märkte nimmt weiter zu und eine neue Qualität gewinnt. Die Globalisierung hat zu einem extremen Wettbewerbs-Darwinismus geführt. Die Voraussetzungen sind zwar extrem ungleich, die Anforderungen in den Märkten jedoch nicht: hohe Qualität, niedrige Kosten und kurzfristige Verfügbarkeit der Produkte. Gleiches gilt bei den finanziellen Ressourcen: Die Voraussetzungen mögen unterschiedlich sein, dennoch werden die Unternehmen weltweit an den gleichen Benchmarks gemessen.

Traditionell organisierte Unternehmen haben in diesem Wettbewerb der Beweglichkeiten ‚ausgewirtschaftet‘. Langfristig mithalten können nur hochflexible Unternehmen, die sich radikal auf ihre Kernkompetenzen fokussieren und variable Strukturen schaffen, die sich schnell den Marktveränderungen anpassen können. Nachfolgend werden die klassische ‚Traditions AG‘ und die zukunftsfähige ‚Flex AG‘ gegenübergestellt.

Flex AG: drei Kriterien für Flexibilität im Unternehmen

Fokussiert
Die radikale Konzentration auf die differenzierenden Kompetenzen des Unternehmens, schafft die Grundlage für Flexibilität. Das Unternehmen ist grundsätzlich bereit alles zu verändern was nicht im Fokus steht. Dazu werden „Business Services“ etabliert, die an klar definierten Leistungskriterien gemessen werden. Der Vorteil: Diese Business Services sind nur über Input, Output und Schnittstellen definiert. Aktivitäten, die nicht strategisch sind, werden über Partner abgewickelt, die eng an das Unternehmen gebunden werden – damit möglichst wenig eigene Management-Energie in die Aktivitäten fließen muss.

Variabel
Damit wird die Fähigkeit bezeichnet, Kostenstrukturen und Prozesse flexibel anpassen zu können. Dabei werden die Risiken minimiert und trotz Nachfrageschwankungen eine Vorhersagbarkeit der finanziellen Ergebnisse erreicht. Gleichzeitig können Produktivität, Kosten und Kapitaleffizienz kontinuierlich gesteigert werden.

Standardisiert
Flexibilität setzt voraus, dass die Geschäftsprozesse über die einzelnen Geschäftsbereiche eines Unternehmens hinweg harmonisiert und standardisiert werden. Der Hintergrund: Diese Standardisierung erlaubt die Einführung hochgradig effizienter IT-Business, deren Kosten auf Verbrauchsbasis kalkuliert und als möglicherweise nicht-strategischer Prozess auch ausgelagert werden können. Eine entscheidende Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch die IT-Strukturen der Unternehmen.

Die Flex AG: Flexibilität und Effizienz durch neue Strukturen

Die strukturellen Unterschiede zwischen traditionell agierenden und zukunftsfähig flexibilisierten Unternehmen sind erheblich. So ver(sch)wendet die Traditions AG ihre Energien darauf, best-in-class entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu sein. Dadurch orientiert sie sich in allzu vielen Bereichen an Industrie-Benchmarks. Doch der Anspruch, überall und immer der Beste zu sein, ist eher unrealistisch und zu aufwändig.

Ganz anders agiert die Flex AG. Sie fokussiert ihre ohnehin knappen Management-Ressourcen auf den Ausbau ihrer Kernkompetenzen und arbeitet den wertschöpfenden Unterschied zur Konkurrenz heraus. Denn nur in der ureigenen Unterscheidung vom Wettbewerb will und kann die Flex AG eine marktentscheidende Alleinstellung einnehmen. Radikale Fokussierung auf die Kernkompetenzen und das konsequente Vorantreiben von Business Services sind daher ihr hervorstechendstes Merkmal. Alles, was nicht in diesen Fokus passt, lagert die Flex AG an externe Profis aus.

Die dafür notwendigen Veränderungen in den Unternehmen setzen ein völlig neues Denken im Management voraus.

Weitere Informationen zum Thema Standardisierung finden Sie auch unter Modularisierung von Förderanlagen – Herangehensweise an eine standardisierte Systemarchitektur.

Bildquelle: © Wassermann AG

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Über Wassermann AG - Redaktion

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