Fairtrade

Güter, die aus einem fairen Handel (engl. fair trade) hervorgehen, können mit einem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet werden. Als Güter, die aus einem fairen Handel stammen, werden solche bezeichnet, die bestimmte soziale und ökologische Kriterien einhalten.

Für die Entwicklung der Standards im Fairtrade ist die Organisation Fairtrade International verantwortlich. Die Fairtrade International setzt sich zusammen aus

• nationalen Fairtrade Organisationen (NFO),
• Produzenten-Netzwerken,
• Fairtrade Marketing Organisationen und
• der Comercio Justo México.

Die NFO besteht insgesamt aus knapp 20 Organisationen für 24 Länder in Europa, Nordamerika, Japan, Australien und Neuseeland. Unternehmen, die ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel versehen wollen, schließen mit der entsprechenden NFO des eigenen Landes einen Lizenzvertrag ab, wodurch die Einhaltung der Fairtrade-Standards sichergestellt werden soll. Die Organisationen kümmern sich außerdem um die Öffentlichkeitsarbeit und Bekanntgabe des fairen Handels in den eigenen Ländern. Während in Deutschland die Transfair als NFO auftritt, ist es in der Schweiz die Max Havelaar-Stiftung und in Österreich die Fairtrade.

Fairtrade-Zertifikat

Möchte ein Unternehmen Fairtrade-Rohwaren vertreiben oder einkaufen, so ist es erforderlich über ein Zertifikat der FLO-CERT GmbH zu verfügen. FLO-CERT ist eine unabhängige, internationale Zertifizierungsstelle für Fairtrade-Produktionsprozesse und Fairtrade-Produkte.

Um Fairtrade-Produkte vertreiben zu können, müssen Lizenzgebühren an die TransFair e.V. entrichtet werden. Die Gebühren sind je nach Produkt und Land unterschiedlich hoch. In Deutschland gelten zum Beispiel folgende Gebühren:

• Baumwollprodukte / Textilien: 2 % des Nettohandelswerts
• Kaffee: 0,22 € pro Kilogramm
• Kakao / Trinkschokolade: 0,16 € pro Kilogramm
• Tee: 0,42 € pro Kilogramm
• Sportbälle: 2 % des Nettohandelswerts

In Lizenzverträgen ist in der Regel festgelegt, dass die Gebühr zum Quartalsende fällig wird. Eine genauere Übersicht zu den Lizenzgebühren für Fairtrade-Produkte in Deutschland erhalten Sie in einem Dokument von TransFair Deutschland.

Kriterien und Indikatoren für einen Fairtrade-Award lauten:
• Langfristiges und kontinuierliches Engagement
• Glaubwürdiges Engagement
• Innovative Rolle
• Gezielte Produzentenunterstützung
• Besonderes Engagement im Handel
• Besonderes Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit für Fairtrade
• Aktuelles Engagement
• Visionen für Fairtrade

Mehr Informationen finden Sie unter Blue Economy.

 

Bild-Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autor: Mikmac7

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG aus Karlsruhe hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Das Familienunternehmen DR. THOMAS + PARTNER realisiert seit über 30 Jahren modulare Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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