Hubgerüst

Hubgerüst

Das Hubgerüst übernimmt die eigentlichen Funktionen eines Staplers beziehungsweise Flurförderfahrzeuges. Müssen Lasten angehoben und bewegt, ein- und ausgestapelt werden, geschieht dies über das Hubgerüst. Es besteht aus Hubmast, Mastprofil, Hubschlitten und dem Lastaufnahmemittel.

Es dient ausschließlich der Vertikalbewegung von Gütern beziehungsweise Lastaufnahmemitteln (Lastschlitten, Lastträger), wird hydraulisch angetrieben und besteht aus nur einem feststehenden Außenmast sowie einem oder mehreren teleskopierbaren Innenmasten: Einfach-, Zweifach- und Dreifachmast. Mittlerweile gibt es Anbieter, die sich auf Vierfachmasten spezialisiert haben. Da diese allerdings in der Anschaffung kostspielig sind, sind diese bisher eher selten anzutreffen. Sie können allesamt unterschiedliche Hub-Höhen erreichen; bei Lagertätigkeiten sind Lastschlitten-Höhen von bis zu 30 Metern und höher möglich.

Damit ein Hubgerüst unter Last ein- und ausgefahren werden kann, besteht es aus ineinander geschachtelten Hubrahmen, die auf Rollen geführt werden. Ausgefahren wird das Gerüst durch sogenannte einseitig wirkende Plunger-Zylinder, auch Tauchkolbenzylinder genannt, sowie den Hubketten. Um Lasten besser aufnehmen zu können, kann es nach vorne (drei Grad) und nach hinten (acht bis zehn Grad) geneigt werden. Letzteres verhindert das Rutschen der Last in Kurven und bei Gefälle.

Da Hubgerüste nicht genormt sind, können sie auch starr ausfallen. Sie werden dann meist in Hochregallägern eingesetzt; flexible dagegen bei freitragenden (mobilen) Arbeiten.

Bauformen Hubgerüst:

  • Einfach-Hubgerüste mit Einmast- oder Doppelmastprofil
  • Zweifach-Teleskop-Hubgerüste (Duplexmast)
  • Dreifach-Teleskop-Hubgerüste (Triplemast)
  • Vierfach-Teleskop-Hubgerüste
Hubgeruest-und Staplerfahrzeug

Hubgerüst und Staplerfahrzeug

Eine weitere Bau-Variante bilden die Freisicht-Hubgerüste. Sie bieten dem Fahrer eine bessere Sicht nach vorne, selbst bei beladenden Gabelschlitten. Bauteile, wie Hydraulikzylinder, Hubketten und Schläuche werden dabei seitlich geführt.

Zu unterscheiden sind die Bauformen in der Ausführung des Freihubes. Er bestimmt, wie flexibel ein Flurförderfahrzeug eingesetzt werden kann. Hebt der Stapler eine Last, ohne dass das Hubgerüst ausgefahren wird, bewegt es sich in der Zone des Freihubs. In der Regel ist es die eigentliche Bauhöhe des Staplers.

Verfügt der Stapler über einen vollen Freihub, können die Zinken die Last bis ans obere Ende führen (Bauhöhe), ohne dass der Teleskop-Hubmast ausfährt. Muss dagegen ein höher liegendes Regalfach erreicht werden, fährt automatisch ein weiterer Hubmast (Duplexmast) teleskopartig aus.

Weitere Informationen zu Staplern finden Sie in den Beiträgen Gabelstapler und Staplerleitsystem.

 

Bildquellen: Teaser: © industrieblick – Fotolia.com; Beitragsbild: © tup.com

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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