10. Januar 2014

Kreisförderer

Kreisförderer gehören zur Gruppe der Stetigförderer. Bei Kreisförderern sind an die Förderstrecken umlaufende Endlosketten angebracht. Die Einheiten werden auf einzelnen Gehängen transportiert, die an diesen Ketten befestigt sind. Kreisförderer laufen in der Regel automatisch, kontinuierlich und ohne Unterbrechungen.

In einzelnen Fällen kommen Kreisförderer und weitere Stetigförderer zum Halt. Mögliche Gründe dafür lauten:

  • Zusammenkunft mit einer vorfahrtberechtigten Einheit
  • Rückstaus, Warteschlangen und Blockierungen

Zwischen dem Eingangspunkt und dem Ausgangspunkt kann eine bestimmte Menge von Einheiten gestaut werden. Rückstaus und Warteschlangen entstehen in diesem Zusammenhang, wenn die Grenzleistung, durch den Zulauf von Einheiten, erreicht wurde. In diesem Fall wird die Station vor dem Stau blockiert.

Bei Kreisförderern werden zwei Arten unterschieden. Es gibt die herkömmlichen Kreisförderer und die Schleppkreisförderer.

Herkömmliche Kreisförderer

Die umlaufende Kette muss angehalten werden, wenn die einzelnen Gehänge gestoppt werden müssen. Das liegt daran, dass die Gehänge direkt an der Kette befestigt sind. Grund für das Stoppen der Kette kann ein be- oder entladen der Gehänge sein. Die Abstände der Gehänge zueinander sind alle gleich.

Schleppkreisförderer

Diese Fördersysteme werden auch als Power & Free – Systeme bezeichnet. Hierbei muss nicht die ganze Kette angehalten werden, wenn einzelne Gehänge gestoppt werden sollen. Die Erklärung dazu ist, dass die Gehänge einzeln an sogenannten Rollenlaufwerken hängen, die sich wiederum in einer zweiten Lastlaufbahn befinden. Diese Lastlaufbahn ist unterhalb der Schiene angebracht, in der die Kette befestigt ist. Die Rollenlaufwerke sind zwar an der zweiten Lastlaufbahn fixiert, sie können aber in der Regel auf einfache Weise abgenommen werden.

Das Be- und Entladen der Gehänge ist möglich, ohne das Fördersystem stoppen zu müssen. Die Aufnahme von größeren Lasten kann ermöglicht werden, indem mehrere Lastfahrwerke durch Traversen (mechanische Träger) verbunden werden. Bewegt werden die Gehänge dann in Förderrichtung, durch die, in der Lastlaufbahn, umlaufende Kette. Am Bestimmungsort werden die Gehänge schließlich von Hand oder automatisch aus der Förderstrecke herausgeschleust.

Kreisförderer eignen sich besonders, um Stückgüter zu transportieren. Wenn Schüttgüter geeignet verpackt sind bzw. sich in geeigneten Behältern befinden, können auch diese mit Kreisförderern transportiert werden.
Kreisförderer sind nicht geeignet, um Massengüter zu transportieren.

Mehr Informationen zu Kreisförderern finden Sie unter Kreissorter.

Bildquelle: © Industrieblick – Fotolia.com

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