28. August 2014

Ökobilanz

Eine Ökobilanz betrachtet Produkte, Dienstleistungen und Prozesse ganzheitlich unter ökologischen Gesichtspunkten. Anhand von umfangreichen und standardisierten Analysen werden die Produkte für dessen Herstellung, die Herstellung selbst sowie die Auswirkungen nach der Produktion abgewogen und beispielsweise für eine eventuelle Prozessoptimierung oder einer gesellschaftlichen Betrachtung inklusive den Umweltaspekten bilanziert.

Laut des Umweltbundesamtes definiert sich die Ökobilanz wie folgt “Eine Ökobilanz ist ein Umweltprotokoll eines Produktes, eines Herstellungs- oder anderen Verfahrensprozesses, einer Dienstleistung oder eines Produktionsstandort“. In der Praxis werden oftmals Vergleiche gezogen, um einen besseren und annähernd neutralen Näherungswert zu ermitteln. So kann man explizite Ökobilanzen einzelner Bereiche und Produkte erstellen, aber auch unabhängige Test-Szenarien in Auftrag geben, um zu sehen, wie man etwa zur Konkurrenz steht. Sprich, es werden beispielsweise Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen mit selben Zwecken oder selben Funktionen hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die Umwelt und die Prozessoptimierung verglichen.

Ökobilanz: ISO-Standards bestimmen das Wie

Wie eine Ökobilanz durchgeführt wird, welche Richtlinien, welche Fragen berücksichtigt werden müssen, wird in sogenannten ISO-Standards festgelegt. Es werden die Standards 14040:2006 und 14044:2006 tangiert – sie gelten international und wurden nachträglich in das deutsche Normenwerk übertragen (DIN EN ISO 14040, DIN EN ISO 14044).

Danach umfasst die Ökobilanz vier Elemente:

  • Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen
  • Sachbilanz
  • Wirkungsabschätzung
  • Auswertung.

Ein wesentliches Problem bei der Durchführung von Ökobilanz-Projekten stellt die oftmals sehr eingeschränkte Verfügbarkeit geeigneter Daten dar. Nur wenige Unternehmen versuchen Transparenz zu gewährleisten um eigene Fehler mit Optimierung auszumerzen.

Mögliche Ansätze:

  • Umweltauswirkungen Herstellungsprozesses
  • Orte der Herstellung aller verwendeten Produkte
  • Herstellung der Vorprodukte
  • Hilfs- und Betriebsstoffe
  • Energieerzeugung
  • Förderung und Bereitstellung der Rohstoffe
  • Transport des fertigen Produkts- vom Lager bis hin zum Verkehr (Flugzeug, LKW)

Weitere Informationen zu ökologischen Aspekten in der Logistik finden Sie unter Blue Economy.

Bildquelle: © frank peters – Fotolia.com

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