Sortimentsbreite und Sortimentstiefe

Sortimentsbreite und Sortimentstiefe

Das in einem Lager und im Handel vorhandene Sortiment gliedert man in die Sortimentsdimensionen Sortimentsbreite und Sortimentstiefe auf. Die Sortimentsbreite beschreibt das Angebot unterschiedlicher Waren, die Sortimentstiefe die Vielfalt einzelner Produktgruppen.

Führt ein Lager/Distributionszentrum beziehungsweise Handel beispielsweise Bekleidung, Lebensmittel, Elektroartikel und Kosmetika, ist die Sortimentsdimension breit. Kaufhäuser und Discounter haben in der Regel ein solch breites Sortiment.

Sortimentstiefe und Sortimentsbreite im Handel

Wenn Lager und Handel über eine Warengruppe in unterschiedlicher Variation verfügen, spricht man von einem tiefen Sortiment. Beste Beispiele hierfür sind eine Bäckerei oder ein Fischgeschäft. Die vielen verschiedenen Brotvarianten oder Fischarten machen das Sortiment zu einem tiefen Angebot. Zudem gibt es nicht nur Kabeljau, Lachs und Barsch, es gibt auch geräucherten, eingelegten, norwegischen, kanadischen, großen und kleinen Kabeljau.

In der Regel führt ein Handel mit breitem Sortiment kein allzu tiefes Angebot. Ein Fachhändler, der sich auf bestimmte Warengruppen spezialisiert hat, bietet hingegen kein allzu breites an.

Heutzutage hat sich das allerdings in vielen Bereichen angeglichen. So findet man in einem Fischgeschäft oft nicht mehr nur ein tiefes Fisch-Sortiment. Vielmehr findet man dort auch Brot, Salat, Öl und andere mediterrane Waren. Ebenso führen viele Kaufhäuser und Discounter eine gewisse Tiefe an Produkten. So kann man dort nicht nur günstigen Weißwein kaufen, vielmehr darf der Kunde aus qualitativ hochwertigen und international bekannten Weißweinen wählen.

Begriffserweiterungen

Im kaufmännischen Bereich nutzt man zudem die Begrifflichkeiten “Schmales Sortiment“ für Fach- und Spezialgeschäfte, die beispielsweise lediglich Herrenanzüge oder Kinderschuhe führen und “Flaches Sortiment“ für Geschäfte in denen es zwar verschiedene Waren gibt, von diesen jeweils aber nur wenige vorhanden sind. An dieser Stelle ist zum Beispiel ein Straßenkiosk zu nennen. Es führt Tabakwaren, Zeitschriften und Süßigkeiten; allerdings nur in einer geringen Stückzahl.

Sortimentsdimension in der Intralogistik

Projiziert man die Sortimentsbreite auf die Intralogistik, bedeutet das für ein Lager einen hohen Kommissionieraufwand. Daher wird versucht über die Produktionslogistik die Sortimentsbreite innerhalb eines Lagers zu steuern.

Weitere Informationen zu der Gestaltung des Warensortiments finden Sie unter Bestandsverwaltung.

Bildquelle: © Monkey Business – Fotolia.com

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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