5. August 2015

Tragkettenförderer

Der Tragkettenförderer gehört zu den Fördersystemen der Stetigförderer. Die zu befördernde Ladeeinheit wird auf parallel laufenden Kettensträngen durch die Förderlandschaft eines Lagers geführt.

Tragkettenförderer

Kettenfoerderer in der Vorzone eines Hochregallagers

Den Tragkettenförderer gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten:
Beim Zweistrangförderer wird die Ladeeinheit auf einer links und einer rechts verlaufenden Kette geführt, beim Dreistrangförderer verläuft zwischen den Außenketten noch eine zusätzliche dritte Kette. Der Dreistrangförderer kommt meist zum Einsatz, wenn schweres Fördergut transportiert werden muss. Der Einsatz des Tragkettenförderers hängt daher von der richtigen Wahl der gleichzeitig lasttragenden und lastbewegenden Transportkette ab: Transportgut und Verwendungszweck bestimmen die eigentliche Kettenkonstruktion.

Die Ketten werden über eine Unterkonstruktion auf Rollen geführt und von einem Elektromotor und einer durchgehenden Antriebswelle angetrieben.
Da die Abmessung des Förderguts zum Abstand der Ketten passen muss, wird der Tragkettenförderer meist für den Transport genormter Teile verwendet. Hauptsächlich wird der Förderer für den Transport von Paletten, Gitterboxen, Brammen (Metallverarbeitung), Blechen, Ringen, Platinen, Kisten, und Papierrollen (Druckerei) genutzt.

Wie werden Tragkettenförderer genutzt?

In Verbindung mit einer Rollenbahn kann der Tragkettenförderer dazu benutzt werden, die Ladeeinheit anzuheben und quer zur Fahrtrichtung wieder abzusetzen. Diese Eckumsetzung kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn das Fördergut aufgrund seines Bodens, beziehungsweise der Auflage, nicht über eine Rollenbahn transportiert werden kann. So würden sich die Kufen einer Palette in einer Kurve verkanten. Ein Tragkettenförderer kann aber grundsätzlich für jeglichen Stückguttransport eingesetzt werden. Dabei agieren sie meist als Übergabestelle zu anderen Fördersystemen.

Tragkettenförderer erreichen eine Fördergeschwindigkeit von 0,2 bis 0,4 Meter pro Sekunde. Sie sind in der Anschaffung günstiger als Rollenförderer und haben einen geringen Wartungsaufwand.

Weitere Fördersysteme sind unter anderem der Schubboden sowie der Kreisförderer.

 

Bildquelle Titelbild: TGWmechanics / Lizenz: CC BY 3.0
Bildquelle Beitragsbild: Wolf / Lizenz: CC BY 3.0

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