Warenrotation: Schnell- und Langsamdreher

Warenrotation: Schnell-Langsamdreher

Unter Warenrotation versteht man die Abverkaufsgeschwindigkeit von Warengütern. Je nach Branche wird diese Pennerro Jahr, Monat, Woche oder Tag erhoben. Je höher der Abverkauf eines Produkts ist, desto höher ist die Warenrotation. Häufig wird in der Lagerlogistik auch anhand der Warenrotation eine ABC-Analyse durchgeführt, welche in absteigenden Klassen definiert, ob ein Artikel einen hohen oder niedrigen Abverkauf hat. Für A-Artikel hat sich der Begriff Schnelldreher etabliert, für C-Artikel der Begriff Langsamdreher. Die Differenzierung erfolgt sowohl für das Gesamtsortiment eines Lagers, als auch für einzelne Warengruppen.

Schnelldreher (umgangssprachlich auch Renner) sind Waren, die wenig Zeit innerhalb eines Lagers verbringen und dieses schnell wieder verlassen. Hier werden in kurzer Zeit große Mengen umgeschlagen. Unter Schnelldreher fallen unter anderen Waren des täglichen Gebrauchs, die schnell und ohne große Investitionen gekauft werden. Sie werden in der Regel nicht lange eingelagert, daher blockieren sie kaum Lagerplatz und verursachen nur geringe Lagerkosten.

Langsamdreher (umgangssprachlich auch Penner) sind Waren, die eine geringe Abverkaufsgeschwindigkeit haben. Sie befinden sich meist über einen längeren Zeitraum im Lager und blockieren Lagerplätze. Langsamdreher sind in der Regel Waren für die es nur eine geringe oder sehr saisonale Nachfrage gibt. Oft ist aber auch ein falscher Preis oder unzureichende Produktplatzierung die Ursache für eine schlechte Abverkaufsgeschwindigkeit. Da Langsamdreher Lagerkapazitäten beanspruchen, verursachen sie Lagerkosten. Es sollte daher regelmäßig hinterfragt werden, ob diese Produkte weiter im Sortiment benötigt werden.

Ein Analyseverfahren zur Bestimmung der Warenrotation ist die XYZ-Analyse.

 

Bildquelle: Fotolia © Kadmy – Fotolia.com

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1 Kommentare

Zu Ihrer Aussage bezüglich der niedrigeren Lagerkosten von Schnelldrehern möchte ich anmerken, dass dies vor allem dann gilt, wenn nicht übermäßig Sicherheitsbestände im Lager bevorratet werden. In der Praxis ist dieses Phänomen häufig bei Schnelldrehern zu beobachten. Die Gründe liegen z.B. in Mindestbestellmengen oder um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

 

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