30. Juni 2014

Logistische Einheit

Der Begriff „Logistische Einheit“ (eng. Unit Loads) bezeichnet eine Zusammenfassung von Gütern, um sie anschließend mit automatischen oder mechanischen Transportmitteln im oder auch außerhalb des Lagers zu bewegen. Mit dem Zusammenfassen von einzelnen Einheiten wird eine Effizienzsteigerung in der Logistikkette angestrebt.

Der Aufwand, der durch die Bündelung der Einheiten entsteht, sollte so minimal wie möglich gehalten werden. Im besten Fall bleiben die Einheiten über die gesamte Lieferkette erhalten, ohne im Prozessverlauf in Teilmengen aufgelöst werden zu müssen. Im Idealfall würde das heißen:

Verpackungseinheit = Lagereinheit = Bestelleinheit = Ladeeinheit = Transporteinheit = Verkaufseinheit

Die Vor- und Nachteile einer logistischen Einheit

Vorteile, die durch das Bilden von logistischen Einheiten entstehen, sind umfassend. Dazu zählen:

  • Erhöhte Umschlagsleistung
  • Erleichterte Automatisierung
  • Aufeinander abgestimmte Einheiten mit den Transportmitteln
  • Verringerter Lagerflächenbedarf, durch das Stapeln von Einheiten
  • Reduzierte Materialflusskosten

Nachteilig ist, dass sich zwar die Kosten für den Materialfluss verringern, dafür aber beim Bilden von Einheiten Kosten entstehen. Mit einem Kostenaufwand muss zum Beispiel gerechnet werden, aufgrund der Verwaltung für die Ladehilfsmittel. Außerdem entstehen Kosten durch den Rücktransport von Ladehilfsmitteln. Mit Ladehilfsmitteln werden kleinere Einheiten zu einer gemeinsamen Einheit in Behältnissen zusammengefasst, um sie zu transportieren oder kompakt zu lagern. Das heißt, als Ladehilfsmittel können Europaletten, ISO-Container oder Gitterboxen bezeichnet werden.

Efficient Unit Load

„Efficient Unit Loads“ bedeutet auf Deutsch: „Effiziente logistische Einheiten“. Das Konzept Efficient Unit Load (EUL) ist nach der ISO 3676 „Verpackung – Versandfertige Packstücke und Ladeeinheiten – Maße der Ladeeinheiten“ ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Optimierung der logistischen Einheiten hinsichtlich der Flächen- und Volumenauslastung. Ladungen aus kleinen standardisierten Einheiten sollen so gebildet werden, dass sich der Handhabungsaufwand minimiert. Ziel ist es die Flächen- und Volumenauslastung so hoch wie möglich zu halten.

Mehr Informationen zu Kleinladungsträgern finden Sie unter KLT.

Bildquelle: © Chlorophylle – Fotolia.com

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Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme, mit speziellem Fokus auf die Bereiche Lagerverwaltung und Materialfluss. Zu den namhaften Kunden zählen nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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