3. Dezember 2013

Umschlaglogistik

Der Warenumschlag ist eine Funktion der Intralogistik und findet zwischen dem externen Güterfluss und dem internen Materialfluss statt. Die Ladung eines Verkehrsmittels wird dabei auf ein innerbetriebliches Transportmittel verladen oder umgekehrt, also vom innerbetrieblichen Transportmittel auf ein Verkehrsmittel. Die Umschlaglogistik greift demnach zwischen den Schnittstellen zum Beschaffungsmarkt und denen zum Absatzmarkt.

In welchem Verhältnis sich der Verbrauch von Einheiten pro Zeiteinheit und der durchschnittliche Lagerbestand verhalten, wird durch die Lagerumschlagshäufigkeit angegeben. Sie berechnet sich aus den Lagerabgängen dividiert durch den durchschnittlichen Lagerbestand. So wird ersichtlich, wie häufig ein Lager in einer bestimmten Zeit gefüllt bzw. geleert wird. Ist der Wert gering, dann deutet es darauf hin, dass das Material länger gelagert wird oder auch, dass hohe Sicherheitsbestände vorhanden sind. Ein geringer Wert hat negative Auswirkung auf die Kapitalbindung.

Beispiel für die Umschlaglogistik

a) 50 Lagerabgänge bei einem durchschnittlichen Lagerbestand von 500? Lagerumschlagshäufigkeit = 0,1

b) 100 Lagerabgänge bei einem durchschnittlichen Lagerbestand von 500? Lagerumschlagshäufigkeit = 0,2

Negativ ist, dass durch das Umschlagen von Ware möglicherweise Zeitverzögerungen in der Materialflusskette in Kauf genommen werden müssen. Mit einer guten Materialflussplanung kann diesem Nachteil allerdings entgegen gewirkt werden. Außerdem helfen automatisierte Umschlagmittel dabei, die Umschlaggeschwindigkeit zu erhöhen.

Ziel der Umschlaglogistik

Ziel der Umschlaglogistik ist es allgemein den Materialfluss mit dem zugehörigen Informationsfluss und den administrativen und dispositiven Funktionen, wie Erhöhung der Umschlagleistung, zu planen, steuern, kontrollieren und optimieren. Die Standzeiten der Transportmittel sollen verringert, die Kosten minimiert und somit der gesamte Leistungsprozess gesteigert werden.
Gut geplante Be- und Entladestrategien, Versandstrategien oder auch Pufferstrategien können unter anderem beim Erreichen der Ziele behilflich sein.

Mehr Informationen erhalten Sie unter Pufferlager.

Bildquelle: © Industrieblick – Fotolia.com

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Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme, mit speziellem Fokus auf die Bereiche Lagerverwaltung und Materialfluss. Zu den namhaften Kunden zählen nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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