16. September 2013

Leistungsanalyse in der Logistik

Eine Leistungsanalyse untersucht verschiedene Leistungsstellen in der Logistik auf ihren Wertschöpfungsbeitrag. Dabei wird überprüft zu welchen Kosten und in welcher Qualität die Leistungsstellen von Logistikbereichen, wie zum Beispiel Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Filiallogistik, die gestellten Anforderungen erfüllen.

Bei der Leistungsanalyse werden die Kenngrößen von Leistungsstellen ermittelt und der Auftrags-, Informations– und Materialfluss zwischen den Bereichen aufgenommen. Die Höhe der Kosten und der Einsatz unterschiedlicher Ressourcen werden so schließlich in der Input-Output-Analyse ersichtlich.

Ziel der Leistungsanalyse

Ziel der Leistungsanalyse ist ein Aufweisen von Verbesserungspotentialen in den operativen und administrativen Leistungsstellen. Infolgedessen sollen Lagerkennzahlen bestimmt, Engpässe erkannt und Schwachstellen dargelegt werden. Die Leistungsanalyse ist darauf ausgerichtet, Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu planen, Kosten zu minimieren und den Ressourceneinsatz zu optimieren.

Es gibt einige Schwachstellen in der Unternehmenslogistik, die einem reibungslosen Prozessablauf entgegenarbeiten und zu einem Anstieg der Kosten führen. In der Vergangenheit haben Potentialanalysen folgende Schwachstellen identifiziert:

1. Engpassstellen
Vor den Engpassstellen kommt es oftmals zu hohen Wartezeiten. Bei einer hohen Auslastung entstehen hierbei hohe Durchlaufzeiten.

2. Weitpassstellen
Diese Leistungsstellen sind im Jahresdurchschnitt zu weniger als 70% ausgelastet. Weitpassstellen gelten als typische Verschwendungsstellen, da sich deren Beitrag zur Wertschöpfung minimal beziehungsweise nicht ausreichend verhält.

3. Ausfallstellen
Diese Leistungsstellen sind unter 90% verfügbar. Während vorangehende Leistungsstellen aufgrund von Unterbrechungen blockiert werden, sind nachfolgende Leistungsstellen zu wenig ausgelastet. Die Folge sind die Überschreitung von Terminen und verzögerte Lieferzeiten.

4. Redundanzstellen
Redundanzstellen dienen der Sicherung der Leistungserbringung. Diese Sicherung erfolgt in Form von Parallelstellen, auf die ausgewichen werden kann, sobald eine Leistungsstelle ausfällt. Allerdings ist es oftmals ausreichend, anstatt einer Vollredundanz, einzig einen Teil der Leistungsstelle wiederholt zu sichern.

5. Verzögerungsstellen
Verzögerungsstellen sind Leistungsstellen, die vorgegebene Deadlines häufig nicht einhalten können oder sogar bedeutend überziehen. Ein höheres Maß an Materialpuffer und eine effektivere Planung der Leistungsstellen können zum Beispiel dazu führen, Verzögerungsstellen zu beseitigen.

6. Hauptkostenstellen
Hauptkostenstellen tragen den größten Anteil an Logistikkosten. Je nach Unternehmen sind die Hauptkosten in verschiedenen Bereichen anteilig vertreten. Eine verbesserte Organisation und Umstrukturierungen ermöglichen hierbei Potentiale zur Kostensenkung.

Mehr Informationen erhalten Sie unter Benchmarking.

Bildquelle: © Stauke – Fotolia.com

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Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme, mit speziellem Fokus auf die Bereiche Lagerverwaltung und Materialfluss. Zu den namhaften Kunden zählen nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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