15. Juli 2013

Bereitstellverfahren

Die Warenzufuhr vom Hauptlager in die Kommissionierung erfolgt manuell, vorsorglich oder nach Bedarf. Abhängig davon, welches Kriterium den Nachschub antreibt, entsteht entweder das Bereitstellverfahren, das Meldebestandsverfahren oder das Zykluszeitverfahren. Das Bereitstellverfahren eignet sich speziell, um den Bereitstellpuffer einer Verbrauchsstelle (z.B. Montageband) selbstregelnd nachzufüllen.
Merkmal dieses Verfahrens ist die Verbrauchsabhängigkeit.

Grundprinzip des Bereitstellverfahrens

Im Bereich Vorpuffer wartet eine Einheit darauf, in den nächsten Bereich nachgeschoben zu werden. Der Nachschub in den nächsten Bereich erfolgt, sobald der Inhalt darin verbraucht ist. Die Lagereinheit rückt dann automatisch auf einen sogenannten Bereitstellplatz nach.

Zwei Nachschuboptionen

Die verbrauchsabhängige Bereitstellung enthält zwei Nachschuboptionen.

  1. Eine Option betrifft das Auffüllen des Pufferplatzes. Bei der Anlieferung einer Nachschubeinheit wird geprüft, ob im Bereich Vorpuffer freier Lagerplatz für weitere Einheiten vorhanden ist. Freie Pufferplätze werden anschließend mit Einheiten befüllt.
  2. Die andere Option betrifft die Entnahme von Lagereinheiten aus dem Bereitstellplatz. Dabei wird geprüft, ob der Bereich weiterhin Verbrauchseinheiten enthält. Ist dem nicht so, dann wird Nachschub angefordert.

Vor- und Nachteile des Bereitstellverfahrens

Verglichen mit dem Meldebestandsverfahren und dem Zykluszeitverfahren besteht der Vorteil des Bereitstellverfahrens in dem sich selbstregelnden, auf minimalem Niveau gehaltenen, Vorratsbestand und der kurzen Nachschubzeit. Nachteilig sind die erhöhten Nachschubkosten, die aufkommen, wenn die Nachschubmenge zu gering festgelegt ist oder der Materialverbrauch sehr schnell ansteigt.

Mehr Informationen zu möglichen Nachschubverfahren finden Sie unter Meldebestandsverfahren.

Bildquelle: © Cardaf – Fotolia.com

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