Beschaffungslogistik – Just-in-time

Beschaffungslogistik - Just-in-time
„Just-in-time“ bezeichnet eine Lieferart, bei der die benötigte Ware zeit- und mengengenau geliefert wird, um die Lagerhaltung am Verarbeitungsort so gering wie möglich zu halten. Entscheidender Unterschied zu Just-in-sequence ist hierbei, dass der Zulieferer beim Verpacken der Ware nicht auf die korrekte Reihenfolge achten muss.

In der just-in-time-Produktion wird das “Fließprinzip” auf die Beschaffungsplanung übertragen. Fließprinzip bedeutet, dass sich alle Materialien in einem ständigen Fluss befinden sollen. Möglich wird die hier angewandte Form der Beschaffungslogistik durch eine gute Transportplanung. Die Transportplanung macht sich zur Aufgabe, Transport- und Bestandskosten so minimal wie möglich zu halten. Eine Verringerung dieser Kosten kann durch die Bestimmung der optimalen Liefergröße und Berechnung der korrekten Zykluslängen erreicht werden. Um eine reibungslose Beschaffung gemäß just-in-time zu realisieren, ist ein elektronischer Datenaustausch zwischen Abnehmer und Zulieferer unabdingbar. Erst wenn der Bedarf danach besteht, wird die geforderte Menge von Materialien an die Montagelinie geliefert. Lagermengen entstehen somit nur direkt am Montageband.

Vor- und Nachteile von Just-in-time

Vorteil der Beschaffung just-in-time ist die Verringerung von Bestandskosten, da die Notwendigkeit eines Lagerplatzes minimal ausfällt.

Nachteil der Beschaffung just-in-time ist einerseits der erhöhte Kommunikationsaufwand. In der Kommunikation zwischen Abnehmer und Lieferant müssen stetig Protokolle über den aktuellen Produktionsstand ausgetauscht werden, ansonsten kann die Lieferung falscher Teile zu umständlichen Nacharbeiten oder Lieferverzögerungen führen. Andererseits gefährden Umwelteinflüsse wie Schnee, Sturmschäden etc. oder Verkehrsbehinderungen eine reibungslose Produktion. Komplikationen auf der Fahrtstrecke wie Unfälle oder Umleitungen können dazu führen, dass der Nachschub nicht rechtzeitig in der Produktion angelangt, was wiederum einen Produktionsstillstand zur Folge haben kann. Entscheidender Nachteil gegenüber just-in-sequence ist, dass der Bedarf nach einem Lagerplatz nicht komplett entfällt.

Mehr Informationen zur Beschaffungsart just-in-sequence finden Sie unter Beschaffungslogistik – Just-in-sequence.

 

Bildquelle: © Pixel – Fotolia.com

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG aus Karlsruhe hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Das Familienunternehmen DR. THOMAS + PARTNER realisiert seit über 30 Jahren modulare Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

1 Kommentare

Berthold Moreno Ferron Antworten

Der Wirtschaft geht es nur darum, schnell von A nach B Ware zu Transportiren, mit dem schließen der Grenzen in Europa müsste die Wirtschaft wider größere Warenlagern aufbauen und waren vorrätig halten, was mehr Kosten würde. Aber auch viele neue Arbeitsplätze schaffen würde und somit die Wirtschaft wieder ankurbelt !!! Das einzige Problem für die Wirtschaft ist das Just-in-time-Lieferungen nicht mehr garantiert werden können, Just-in-time-Lieferungen ist der größte Arbeitsplatz Vernichter in Europa, weil keine Warenlager mehr benötigt werden und somit auch keine Arbeiter für Lagerarbeiten !!! ES GEHT NUR UM GELD ZU SPAREN FÜR DIE WIRTSCHAFT UND NICHT WAS BESSER IST FÜR DEUTSCHLAND !!!

 

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