Collaborative Commerce (C-Commerce)

C-Commerce

Beim Collaborative Commerce, kurz C-Commerce, sind alle wertschöpfenden Parteien eines Handelsprozesses von Beginn an miteinander vernetzt. Im Vergleich zum klassischen Handel, bei dem der Auftragseingang nur beim Händler/Hersteller selbst verbucht wird und dieser im Anschluss alle weiteren Schritte initiiert, werden beim C-Commerce alle Geschäftspartner, wie beispielsweise die Produktion oder die Logistik, bereits zum Zeitpunkt der Bestellung involviert.

Collaborative, zu Deutsch „Zusammenarbeit“, steht in diesem Kontext für einen Datenaustausch in Echtzeit. Durch die unmittelbare Übermittlung der Bestellinformationen an die beteiligten Partner können diese schon beim Bestellvorgang die benötigten Ressourcen für die Auftragserfüllung terminieren und so frühzeitig in ihre Planung integrieren. Technisch realisiert wird der Informationsfluss über ein angeschlossenes ERP-System, mit dem die Geschäftspartner vernetzt sind.

Der Begriff C-Commerce wurde zu Zeiten des Jahrtausendwechsels geprägt und entspringt dem New-Economy-Gedanken, der heute weitestgehend als überholt gilt. Im Zuge der aktuellen Industrie-4.0-Entwicklung hat das Prinzip des Collaborative Commerce aber in vielen Facetten erneute Aktualität erfahren und ist ein wichtiger Baustein für die globale Vernetzung von Produktion und der internationalen Supply Chain.

Vor- und Nachteile des C-Commerce

Die Vorteile der Vernetzung der Handelspartner liegen einerseits in den kürzeren Reaktionszeiten und den daraus resultierenden schnelleren Lieferzeiten, andererseits in den geringeren Lagerhaltungskosten. Da die Lieferung zeitgenau geplant werden kann, muss das Produkt nicht auf Vorrat gelagert werden, um das zugesicherte Lieferdatum zu erfüllen. Auch die Ressourcenplanung aller beteiligten Parteien kann durch die direkte Abstimmung deutlich effizienter koordiniert werden.

Kritisch zu betrachten ist die Thematik der Datensicherheit. Da sämtliche Daten, auch die des Kunden, zeitgleich allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden, ist die Sicherstellung des Datenschutzes deutlich schwieriger zu gewährleisten als bei einer geschäftlichen 1:1-Beziehung. Ein Stolperstein beim Aufbau eines C-Commerce-Netzwerks kann auch die Schaffung und Pflege der Schnittstellen zu den angeschlossenen (oft unterschiedlichen) ERP-Systemen sein. Nur wenn die Kommunikation zwischen allen Partnern einwandfrei funktioniert, arbeitet das Netzwerk effektiv.

Weitere Informationen zum Thema E-Business finden Sie unter “E-Logistics“.

Bildquelle: Tira94, Lizenz (CC BY-SA 4.0)

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gaxsys GmbH (http://gaxsys.com/)
Die gaxsys GmbH wurde 2008 in Karlsruhe gegründet. Der »Channel Conflict«, der aus der Verdrängung von stationärem Handel durch herkömmliche Onlineaktivitäten von Marken resultiert, gibt dem aufstrebenden Karlsruher Unternehmen Rückenwind. Mit der E-Commerce-Lösung von gaxsys können Produkte online, direkt über die Marken-Webseite vertrieben werden. Das Besondere: Über die gax–Artikel-Börse werden Kunden-Bestellungen aus dem Onlineshop den nächstgelegenen Point-of-Sale (POS), z.B. Händlern, Franchisenehmern oder Filialen, zur Auftragserfüllung angeboten.

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