23. Februar 2015

Der Barcode – EAN, GTIN und GS1-Standard

Barcodes (auch: Strichcodes) haben sich in den letzten Jahren erfolgreich gegenüber anderen Systemen durchgesetzt. Der Barcode ist ein Binärcode, der aus einem Feld von parallelen Strichen und Trennlücken besteht.

Diese sind nach einem vorbestimmten Bild angeordnet und werden als bestimmte Zeichen oder Zeichenfolge interpretiert. Die Ablesung kann mit einem Laserscanner erfolgen. Dabei wird die unterschiedliche Reflexion eines Laserstrahls an den schwarzen Strichen und weißen Lücken ausgewertet. Die Ablesung kann auch anhand eines CCD (Charge-Coupled-Device)-Lesers erfolgen. Der CCD-Leser ist wie eine Barcode-Kamera mit CCD-Zeile aufgebaut. Dabei wird der Code mit genügend Kontrast auf der CCD-Zeile abgebildet und ausgewertet.

Entwicklung des Barcode

Der am weitesten verbreitete Barcode ist der EAN-Code (European Article Number), der 1976 für den europäischen Lebensmittelhandel konzipiert wurde. Das Ziel der EAN war eine europaweit eindeutige Identifizierung von Artikeln sicherzustellen. Bereits nach wenigen Jahren wurde die EAN-Kodierung auch in Asien, Afrika, Australien und Südamerika eingesetzt. Im Jahr 2002 wurde die weltweit tätige Dachorganisation EAN mit dem nordamerikanischen UCC (Uniform Code Council) zu der heutigen GS1 (Global Standards 1) zusammengelegt. Demzufolge sollte für die kompatiblen Identifikationssysteme EAN und UPC (Uniform Product Code) ein neuer Begriff etabliert werden: GTIN (Global Trade Item Number). GS1 verspricht sich davon eine weltweit eindeutige Identifizierung von Artikeln und Dienstleistungen.

GS1-Standard

Schon während der Produktion ist der GS1-Standard fester Bestandteil der Wertschöpfungskette. So wird bereits bei der Beschaffung und während der Herstellung von Produkten jeder einzelne Posten wie auch das Produkt selbst mit einer Global Trade Item Number, kurz GTIN, (eindeutige Artikelnummer) versehen. Es folgen Informationen für weitere Prozesse wie Lagerung, Transport, Auslieferung, Handel und Rückführung. Sie alle werden in der Regel gemeinsam auf die Code-Variante „GS1-Standard 128“ gespeichert. Jeder Artikel erhält so ein unverwechselbares Etikett, das ihn innerhalb einer bestimmten Verpackungshierarchie identifiziert.

Das einzelne Datenelement besteht grundsätzlich aus dem zwei- bis vierstelligen Datenbezeichner (siehe Grafik) und dem nachfolgenden Dateninhalt, beispielsweise dem Haltbarkeitsdatum. Auf ihm können neben der Chargennummer und dem erwähnten Haltbarkeitsdatum auch Artikelbeschreibung, Transporteinheit, Identifikations- und Klassifikationsnummer, Losnummer und das Nettogewicht gespeichert sein.

Barcode: SSCC-Code - GS1_128

Vorteile GS1-Standard:

• Schnelle Erfassung am Wareneingang oder inmitten des Warenflusses
• Flexible und schnelle Erstellung von Datenträgern und Etiketten
• Kostengünstiges Datenträgermedium
• Mit Klarschrift zusammen auf einen Datenträger kombinierbar
• 16.000 und mehr Scans pro Sekunde, bei einer Fördergeschwindigkeit von 2,3 Metern pro Sekunde
• Nachweisbare fehlerlose Barcode-Erfassung
• Weniger manuelle Prozesse, dafür mehr Automatisierung
• Datenabgleich an einer Erfassungsstation in Echtzeit

Mehr Informationen zum Barcode finden Sie unter Übersicht verschiedener Barcode-Typen.

Bildquelle: © Stauke – Fotolia.com

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