Key Performance Indicators

Kennzahlensysteme dienen Unternehmen um Kennzahlen zusammenzuführen und verstärken das Verständnis für die Gesamtzusammenhänge der Unternehmensprozesse. Key Performance Indicators (KPI) sind übersetzt Schlüsselkennzahlen, die dazu dienen, ein System zu beurteilen. Die Begrifflichkeit fasst dabei alle betrieblichen Kenngrößen als Erfolg beziehungsweise als Misserfolg zusammen.

Die gemessenen Erfolgsfaktoren werden genutzt, um einen Vergleich der eigenen Kompetenzen mit der Konkurrenz aufstellen zu können. Auf Basis der Erkenntnisse, die aus Kennzahlen gewonnen wurden, können anschließend strategische Entscheidungen getroffen werden. Das “Supply Chain Operations Reference Schema” (SCOR) umfasst bereits bestehende Kennzahlen inkl. Vergleichswerten von verschiedenen Branchen. Mit diesem SCOR-Modell wird die eigene Wertschöpfungskette untersucht und bewertet.

Kategorisierung von Key Performance Indicators: Finanzen, Kunden, Prozesse

In der Logistik können drei Gruppen von Kennzahlen unterschieden werden. Produktivitätskennzahlen, Wirtschaftlichkeitskennzahlen und Qualitätskennzahlen. Mit Produktivitätskennzahlen wird die Produktivität auf technischer und humanitärer Ebene gemessen, mit Wirtschaftlichkeitskennzahlen werden Logistikkosten sowie unternehmensspezifische Zahlen gemessen und mit Qualitätskennzahlen wiederum der Zielerreichungsgrad bestimmt.

Dr. Hans-Ulrich Krause und Professor Dr. Dayanand Arora, beide an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin tätig, haben die wichtigsten KPIs in ihrem Handbuch Controlling-Kennzahlen folgender Maßen zusammengefasst:

  • Kennzahlen Finanzen: Ergebnis-Kenngrößen, Rentabilitäts-Kenngrößen, Liquiditäts-Kenngrößen, Cashflow-Kenngrößen
  • Kennzahlen Kunden: Kundenbeziehungs-Kenngrößen, Marketingkommunikations-Kenngrößen, Preismanagement-Kenngrößen
  • Kennzahlen Prozesse: Projekt-Kenngrößen, Qualitäts-Kenngrößen, Supply-Chain-Management-Kenngrößen

Speziell bei den Kenngrößen im Supply-Chain-Management spielt natürlich die Logistik eine tragende Rolle. So sind deren Kenngrößen in den vier folgenden Unterpunkten unterteilt: Beschaffungseffizienz, Fehlanlieferungsquote, Fehlauslieferungsquote und Lieferbereitschaftsgrad Key Performance Indicators können aufgrund ihrer zugrundeliegenden komplexen Prozesse nur schwer zusammengeführt und verglichen werden. Eine Betrachtung beziehungsweise Einschätzung erfolgt daher meist aus unterschiedlichen Perspektiven. So betrachtet die Kostenstelle eher die Rentabilität wie auch die Kostendeckung eines Unternehmens, Verantwortliche der Logistik eher den Durchsatz oder die Anzahl und Länge der Rundgänge.

Mehr Informationen zu Kennzahlen finden Sie zum einen unter Gliederungsmöglichkeiten von Kennzahlen, zum anderen unter Betriebsdatenerfassung.

 

Bildquelle: © Kheng Guan Toh – Fotolia.com

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TUP - Redaktion (http://www.tup.com)
Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG aus Karlsruhe hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Das Familienunternehmen DR. THOMAS + PARTNER realisiert seit über 30 Jahren modulare Intralogistik-IT-Systeme für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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