8. Mai 2017

Die Logistik – Definition

Der Begriff Logistik steht für die Planung, Steuerung und das Kontrollieren des materiellen und immateriellen Warenstroms innerhalb eines Unternehmens, zwischen partnerschaftlichen Unternehmen und zwischen Lieferanten und Endkunden. 

Die strategische und somit professionelle Logistik hat ihren Ursprung in der damaligen militärischen Strategie der römischen Legion. Damals war die Verfügbarkeit von Kriegsmaterial in entsprechenden Mengen sicherzustellen. Die einfache Materialversorgung war schon von Beginn ihrer Existenz in der Lage, Güter über den gesamten Globus zu transportieren und benötigte Waren weltweit zu beschaffen. Dabei baut auch die moderne Logistik noch immer auf eine sogenannte Simplifizierung auf Basis der „6R´s„.

Die „6R´s“ der Logistik beschreiben eines der Ziele der Logistik als die Lieferung der

  • richtigen Ware, zum
  • richtigen Zeitpunkt, in der
  • richtigen Zusammensetzung und der
  • richtigen Qualität zum
  • richtigen Preis,
  • am richtigen Ort

Entscheidend für die heutige vernetzte und globale Ausrichtung der Materialwirtschaft ist der Grundgedanke der sogenannten Liefer- und Versorgungskette, kurz Supply Chain. Sie steht für eine prozessorientierte Materialwirtschaft, die von der Nachfrage bis hin zur Produktion und Logistik die gesamte Beschaffungskette abdeckt – inklusive eines standardisierten Informationsmanagements.

Neu an der Logistik von heute sind, abgesehen von dem Begriff, die Vielzahl der technischen Lösungsmöglichkeiten, die höheren Geschwindigkeiten, die größeren Kapazitäten (Transport und Lagerung) sowie die zunehmende Vernetzung. Hinzu kommen die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten, die sich aus der Steuerungstechnik, der Telekommunikation und der Informatik ergeben.

Timm Gudehus, Logistik, Seite 1, 3.Auflage, Springer

Heutzutage sind vor allem innerbetriebliche und betriebswirtschaftliche Aspekte wie auch gesellschaftliche Bedürfnisse hinzugekommen, die vor allem den stetigen Wandel des Materialflusses vorantreiben. So haben sich vor allem in der Produktion sowie beim Endkunden die Auftragsabwicklungen jeweils den Bedürfnissen und den technischen Weiterentwicklungen angepasst. Zwar wird noch immer eine bestellte Menge an eine vorab bestimmte Örtlichkeit geliefert; der Zeitpunkt der Lieferung kann allerdings mittlerweile minutengenau bestimmt werden. Bei der Produktion spricht man von Just-in-Time. Im Consumer-Bereich wird dagegen der minutengenaue Lieferzeitpunkt noch nicht flächendeckend angeboten. Dort sind aber Services wie Same Day Delivery oder Same Hour Delivery (Belieferung innerhalb eines Stadtgebietes) als Standard etabliert. In beiden Fällen sind für den Empfänger beziehungsweise Geschäftskunden der Zustand des Gutes sowie die Kosten für den gesamten Service von Relevanz. Man spricht dabei auch gerne von Perfect Order Fulfillment.

Die Logistik wird auch in Zukunft einer der wichtigsten Treiber der weltweiten Wirtschaft bleiben. Die Digitalisierung, die Technisierung, Robotik sowie die Details an Informationen werden dem zukünftigen Materialfluss, egal ob Intralogistik oder Extralogistik, weiter Auftrieb geben.

Weitere Information zum Thema finden Sie in den Artikeln „Was kann die Logistik leisten?“ und die Rückwärtslogistik.

Teaserbild: Pixabay

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TUP - Redaktion

Die Redaktion der DR. THOMAS + PARTNER GmbH & Co. KG hat die Plattform Logistik KNOWHOW ins Leben gerufen, administriert und koordiniert die Beiträge und erstellt selbst Inhalte zu verschiedenen Kategorien. Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER aus dem Raum Karlsruhe realisiert seit über 35 Jahren maßgeschneiderte Intralogistik-IT-Systeme, mit speziellem Fokus auf die Bereiche Lagerverwaltung und Materialfluss. Zu den namhaften Kunden zählen nationale und internationale Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche.

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